Lexikon

A

Abszess
Ein Abszess ist eine umkapselte Eiteransammlung, die durch entzündliche Gewebseinschmelzung entsteht. Ursache ist zumeist ein tief zerstörter, abgestorbener Zahn. Ein Zahnabszess verursacht i.d.R. starke Schmerzen und hat eine Schwellung der Wange zur Folge.

Amelogenesis imperfecta
Die Amelogenesis imperfecta ist eine Zahnschmelzentwicklungsstörung, die genetisch bedingt ist. Der Zahnschmelz ist nicht vollständig ausgebildet und erscheint gelblich, rau und verformt.

Ankylose
Bei der Ankylose handelt es sich um eine Verknöcherung des Zahnhalteapparates. Der betroffene Zahn steht weiter unten im Kieferknochen als die anderen Zähne und wächst nicht mehr mit.

Aphthe
Eine Aphthe ist eine schmerzhaft entzündete Stelle der Schleimhaut des Zahnfleischs, der Mundhöhle oder der Zunge. Aphthen können extrem schmerzhaft sein, sind aber nicht ansteckend und heilen nach einigen Tagen von selbst wieder ab.

Approximalkaries
Als Approximalkaries wird Karies in den Zahnzwischenräumen bezeichnet. Sie entsteht besonders bei eng beieinander stehenden Zähnen und ist im Anfangsstadium nur auf Röntgenbildern zu erkennen. Vorbeugen kann man der Approximalkaries durch die regelmäßige Verwendung von Zahnseide.

Ästhetischer Lückenhalter
Der ästhetische Lückenhalter hat keine medizinische Notwendigkeit. Er kann festsitzend oder herausnehmbar sein und ersetzt die fehlenden Oberkieferfrontzähne.

D

Dentitio difficilis
Als Dentitio difficilis wird der erschwerte Durchbruch von bleibenden Zähnen (auch der Weisheitszähne) bezeichnet.

Desensibilisierung
Die so genannte Desens bedeutet, dass das Kind ganz behutsam und spielerisch auf die Behandlung vorbereitet wird. Die Zahnbehandlung wird vorher „geübt.“

Distal Shoe
Der Distal Shoe ist ein festsitzender Platzhalter. Mittels eines Führungssteges hilft er dem noch nicht durchgebrochenen, bleibenden Zahn, an seine richtige Stelle zu wachsen.

Dormicum
Dormicum (Midazolam) ist ein vom Anästhesisten verabreichtes, medikamentöses Beruhigungsmittel, das speziell in der Kinderzahnmedizin eingesetzt wird.

E

ECC
ECC ist die Abkürzung für „early childhood caries” und heißt übersetzt „Frühe Milchzahnkaries”, auch als „Nuckelflaschen-Karies” bekannt. Sie kann bereits nach Durchbruch der ersten Milchzähne entstehen und wird i.d.R. durch das andauernde Nuckeln an Saugfläschchen verursacht.

Erosion
Als Erosion wird in der Zahnmedizin der durch Säuren (z.B. in säurehaltigen Getränken, wie Eistee, Cola oder Saft) verursachte Verlust von Zahnhartgewebe bezeichnet.

Excavieren
Excavieren heißt übersetzt „aushöhlen”, es bezeichnet die Entfernung infizierten Zahnmaterials.

Extraktion
Extraktion heißt „Herausziehen” z.B. beim Zähneziehen.

F

Fissuren
Fissuren sind natürliche Spalten und Rillen auf der Zahnoberfläche der Backenzähne. Tiefe Fissuren bieten Speiseresten und damit Bakterien gute Haftungsmöglichkeiten und werden von der Zahnbürste nicht erreicht. Zur Eindämmung des Kariesrisikos empfiehlt sich eine Fissurenversiegelung mit Kunststoff.

Fistel
Eine Fistel ist eine unnatürliche, röhrenartige Verbindung zwischen einem entzündeten Zahn und der Zahnfleischoberfläche.

G

Gingivastomatitis herpetica
Gingivostomatitis herpetica (auch „Mundfäule”) bezeichnet die Erstinfektion mit dem Herpes-Simplex-Virus. Symptome sind schmerzhafte Bläschen in der Mundhöhle, häufig gepaart mit hohem Fieber.

Gingivitis
Gingivitis ist eine Zahnfleischentzündung, die meistens durch Zahnbelag verursacht wird.

H

Herpes Labiales
Bei Herpes labiales handelt es sich um das Wiederauftreten des Herpes-simplex-Virus. Symptome sind Bläschen an den Lippen, am Naseneingang oder an den Mundwinkeln. Auslöser sind Belastungssituationen wie Erkältungserkrankungen oder Stress.

Hypoplasie
Von einer Hypoplasie spricht man, wenn der Zahnschmelz unterentwickelt oder unvollkommen ausgebildet ist. Er ist dabei häufig gelbbräunlich verfärbt und von rauer Struktur. Diese Erkrankung kann verschiedene Ursachen haben.

I

Injektion
Injektion heißt „Einspritzung” z.B. beim Setzen der Betäubungsspritze.

Intrusion
Von Intrusion spricht man, wenn ein Zahn durch Gewalteinwirkung, wie bspw. einen Unfall, in das Knochenfach gedrückt wird.

L

Lachgas
Lachgas ist der bekannte Trivialname für Distickstoffoxid, ein anorganisches, farbloses Gas mit leicht süßlichem Geruch. In der Medizin wird Lachgas als analgetisch (gegen den Schmerz) wirkendes Gas zur Beruhigung eingesetzt. Es ist das älteste und eines der nebenwirkungsärmsten Narkosemittel überhaupt.

Lokalanästhesie
Die Lokalanästhesie ist eine örtliche Betäubung der zu behandelnden Stelle. Sie wird mit einer Spritze vorgenommen.

M

Matrize
Eine Matrize ist ein dünnes Metallband, das zur Legung einer Zwischenzahnfüllung verwendet wird.

N

Nu-smile Kronen
Nu-smile Kronen sind konfektionierte Stahlkronen mit einer weißen Kunststoffverblendung.

O

OPT
OPT steht für Orthopantomogramm und bezeichnet in der Zahnheilkunde eine diagnostisch sehr aussagekräftige Röntgen-Aufnahme vom gesamten Ober- und Unterkiefer.

P

Paradontitis
Die Parodontitis ist eine bakteriell bedingte Entzündung, die sich in einer weitgehend irreversiblen Zerstörung des Zahnhalteapparates (Parodontium) zeigt. Die Parodontitis wird durch bakterielle Plaque ausgelöst.

Plaque
Plaque heißt nichts anderes als Zahnbelag. Es ist ein Biofilm aus Speichelbestandteilen, Bakterien und Nahrungsresten auf den Zähnen, besonders an schwer zugänglichen Bereichen der Zähne. Die Plaque ist Voraussetzung für die Entstehung von Karies und Parodontitis.

Platzhalter
Ein frühzeitig verloren gegangener Milchzahn wird durch einen festsitzenden oder herausnehmbaren Platzhalter ersetzt, um die Lücke für den nachwachsenden Zahn „frei” zu halten.

Prophylaxe
Prophylaxe heißt „Vorbeugen” oder „Verhütung von Krankheiten”. In der Zahnmedizin umfasst die Prophylaxe verschiedene Maßnahmen, wie z.B. die professionelle Zahnreinigung, Aufklärung und Putzschule sowie regelmäßige Kontrollen.

Pulpa
Die Pulpa des Zahnes (Zahnmark) füllt den Hohlraum in Zahnkrone und Wurzel des Zahnes, aus. Es besteht aus Bindegewebe, Blutgefäßen, Nerven und Lymphgefäßen.

Pulptis
Pulpitis ist die Entzündung der Pulpa, also des Gewebes im Zahninnenraum.

R

Retiniert
Retiniert bedeutet „zurückgehalten” und bezeichnet einen Zahn, der noch nicht durchgebrochen ist, also noch im Kieferknochen liegt.

S

Sedierung
Als Sedierung bezeichnet man in der Medizin die medikamentöse Beruhigung von Patienten.

Stomatitis simplex
Stomatitis simplex ist eine unspezifische Entzündung, die häufig als Begleiterscheinung bei fiebrigen Infektionskrankheiten oder veränderter Abwehrlage auftritt. Symptome sind Rötung und Schwellung der Mundschleimhaut.

T

Totalluxation
Von einer Totalluxation (auch Avulsion) spricht man, wenn ein Zahn vollständig herausgeschlagen wird.

V

Vitalamputation
Bei der Vitalamputation (auch Pulpotomie) wird der entzündete Teil des Nervgewebes (Pulpa) im Zahn entfernt.

X

Xylit
Xylit ist ein Zuckeraustauschstoff (E 967). Die Besonderheit an Xylit ist seine in verschiedenen klinischen Studien nachgewiesene, karieshemmende Wirkung. Er ist in vielen zahnschonenden Süßigkeiten und Kaugummis enthalten.