Fahrbericht Praxis-Elektroauto

Ich bin jetzt 1000 km elektrisch durch die Welt gefahren und ich bin begeistert!!Ich habe ja auch ein normales “Benzin“ Auto aber mit dem will ich nicht mehr fahren.

Auch habe ich mittlerweile 20 Leute Probefahren lassen und die Reaktionen begeistern mich immer wieder. Der Nissan Leaf zaubert ein Lächeln auf das Gesicht seiner Fahrer. Das fängt an beim „Anlassen“ an, wo ja Garnichts passiert außer dass das Display eingeschalten wird. Erste Frage war das alles? Ja das war alles, kein Geräusch ist zu hören. Jetzt den Fahrtrichtungsschaler auf vorwärts stellen, die Bremse loslassen und der kleine Nissan rollt wie ein Automatikauto wie von Geisterhand los. Mal vorsichtig aufs Gas treten, man hört immer noch nichts aber der Nissan Leaf schiebt mit einer Kraft nach vorne die man nicht vermuten würde. Es ruckelt nichts, es wackelt nichts, es gibt ja auch keine Gänge. Es wird vom Stand bis 160 Km/h durchgängig und gleichmäßig angeschoben. Ein ganz neues Fahrgefühl.

Ungewohnt ist es schon das man beim Fahren keinen Motor hört, man muss ständig die Augen auf dem Tacho haben da man ruckzuck auf 70 ist aber das Geräusch so gar nicht dazu passt.

Auch für die Fußgänger und Radfahrer ist das eine neue Situation, ihnen wird ein Sinn genommen, denn sie hören das Auto nicht. In der Stadt ist es mir mehrfach passiert das Fußgänger unachtsam auf die Straße treten und dann zurückschrecken wenn da plötzlich ein Auto ist das man nicht hört.

Ich habe mich mittlerweile daran gewöhnt den Leaf am Abend an die Ladestation anzustecken. Nach 5 Stunden bekomme ich dann ein Mail das der Ladevorgang beendet wurde. Am Morgen schaltet sich dann die Standheizung ein und wärmt den Wagen behaglich vor, natürlich mit Strom aus der Steckdose um die Reichweite nicht einzuschränken.

Ich habe auch schon mal von der Möglichkeit des Notladekabels Gebrauch gemacht. An einem Tag wo ich schon 120 km weit gefahren war, sah ich meinen Rückweg gefährdet. Deswegen habe ich das Kabel an einer normalen Steckdose angesteckt und 2 Stunden „Notgeladen“ und schon konnte ich wieder 60 km weit fahren.

Der Leaf fühlt sich in der Stadt am wohlsten was den Energieverbrauch angeht. Auf der Autobahn bei über 140 Km/h sinkt die Reichweite schnell auf 100 Km, da braucht er halt richtig viel Strom. Aber die 100 Km sind immer erreichbar.

Mein Fazit ist: Das ist die Zukunft des Automobils. Die Industrie muss sich halt auf Wechselbatterien einigen, dass irgendwann eine Fahrt von München nach Hamburg möglich ist. Ich bin aber Überzeugt dass sich diese Technik durchsetzen wird. Alleine der Benzinpreis und die niedrigen Betriebskosten für solch ein Autos werden für den Erfolg stehen. Außerdem macht Strom fahren voll Spaß !!

Energetische Grüße
Michael Brem

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